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Herstellerstory: Opinel verbindet Tradition und Moderne

Herstellerstory: Opinel 

Die fantastische Geschichte von einem kleinen Taschenmesser aus Savoie. 1890 von Joseph Opinel erfunden. 2017 sind die Messer alltägliche Begleiter und Stilikone in Küchen, Gärten, Wäldern oder bei vielen Abenteuern auf der ganzen Welt. Bis heute spielen hohe Qualitätsansprüche und alte Handwerkskunst, sowie faire, soziale und nachhaltige Produktionsbedingungen eine große Rolle. Erfahre mehr über die Familiensaga aus den französischen Alpen.

Opinel verbindet Tradition und Moderne

Über 200 Jahre Familientradition und immer noch eine Stilikone. Das kann nicht jedes Unternehmen von sich behaupten. Die Familie Opinel hat es geschafft, ein weltweit erfolgreiches Unternehmen aufzubauen und bei all dem Erfolg sich und der Handwerkskunst treu zu bleiben. Zwei Weltkriege haben sie überlebt, große Brände und unzählige andere Herausforderungen. Opinel ist in Frankreich DAS Wort für Taschenmesser, was sogar im Lexikon nachlesbar ist. Das mich neugierig gemacht und so habe ich mich auf eine historische Reise in die französischen Alpen begeben.

Die lange Reise vom Hausierer zum Weltkonzern

Die Geschichte beginnt mit Victor-Amédée Opinel im Jahre 1800 im französischen Saint-Jean-de-Maurienne. Der Schmied und Hausierer hatte eine kleine Schmiede-Werkstatt. Sein Sohn Daniel Opinel stellte u.a. Klingen und Sicheln. Enkelsohn Joseph Opinel (geb. 1872) reformierte die alte Handwerkskunst und entwarf im Jahre 1890 ein kleines Taschenmesser. Getrieben von seiner Liebe zu neuen Produktionstechniken wollte er Form, Funktion und den Produktionsprozess des Taschenmessers optimieren.

Die ersten Opinel-Messer gab es in 12 verschiedenen Größen

1897 gab es bereits 12 verschiedene Messer-Größen. No.1 hatte sogar einen Ring um es an einer Taschenuhr zu befestigen. Die drei angestellten Handwerker der Firma Opinel fertigten zu diesem Zeitpunkt täglich 60 Exemplare der scharfen, handlichen Messer. Durch den kommerziellen Erfolg stieg die Nachfrage nach hohen Stückzahlen. Somit war der nächste Schritt unausweichlich. Joseph Opinel verließ die väterliche Werkstatt und eröffnete in Pont de Gevondaz eine neue Fabrik, die schnellere, größere und effizientere Produktionsmaschinen hatte und 15 Mitarbeiter beschäftige.

Öl, das durch Kabel fließt?

Der technisch versierte Joseph Opinel verwendete in seiner Fabrik hydraulische Turbinen/Dynamos und konnte damit als erster in seinem Dorf Strom und elektrisches Licht erzeugen. Bald installierte er nicht nur elektrische Lampen in seiner Fabrik, sondern auch zu Hause und entlang seines Arbeitsweges. Eine ältere Dame aus seinem Heimatort stellte ihm deshalb die Frage, wie er es schafft Öl durch Kabel fließen zu lassen.

Das weltbekannte Logo „main conronnée“

1909 wurde das Firmenlogo, die gekrönte Hand „main conronnée“, auf die ersten Klingen der Opinel Messer gestanzt. Es stammt aus dem Staatswappen von Saint-Jean-de-Marienne. Seitdem ist das Logo das unverwechselbare Erkennungszeichen von Opinel. Später wurde das Logo mit dem Schriftzug Opinel France ergänzt. 1911 nahm Joseph Opinel mit seinen Produkten an der internationalen Ausstellung Alpine in Turin teil und erhielt eine Goldmedaille für seine Arbeit.

An Herausforderungen wachsen – The Big Move!

Die Messer wurden zunächst über Hausierer, wie Josephs Onkel Victor-Amédée einer war, vertrieben. 1914 begann der Export der Messer in die Nachbarländer Italien und die Schweiz. Mitten im Krieg suchte Joseph nach einer größeren, besser gelegenen Produktionsstätte und wurde in Cognin bei einer alten Weberei fündig. Gelegen an der Bahnstation Chambery und unweit eines großen Straßennetzes, wurde 1915 die neue Manufaktur eröffnet. Mit Maultieren und dann per Zug wurde der Umzug gestemmt. 1917 war der Start für die industrielle und kommerzielle Entwicklung der Marke Opinel. Auch ein großes Feuer im Jahre 1926 konnte den Familiebetrieb Opinel (Vater Joseph und seine Söhne Marcel und Léon) nicht aufhalten. Sie bauten einfach ein neues Haus mit moderneren Maschinen und sorgten somit für noch bessere Produktionsbedingungen. Die neue Manufaktur wurde 1927 am Tag der Taufe von Maurice (Marcels erstem Sohn) eröffnet. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden 20 Millionen Exemplare verkauft.

1950 arbeitete Maurice bei seinem Vater Marcel und assestierte seinem Onkel Léon. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Unternehmen bereits 50 Mitarbeiter. 1955 kam die bahnbrechende Erfindung „Virobloc“ dazu, eine Art Sicherungsring für das Messer. Die stetig steigende Nachfrage führte zu dem Bau einer neuen Manufaktur in La Revériaz (in Chambery), das 2003 das Headquarter von Opinel wurde.

Design Ikone, Wörterbuch-Eintrag und diverse Auszeichnungen

Opinel gilt zurecht als Design-Ikone. 1985 wurde Opinel vom Viktoria & Albert Museum auf die Liste der 100 besten Design gesetzt, auf der u.a. Porsche 911 und Rolex Uhren stehen. Bald darauf folgte der Eintrag in das Larousse Wörterbuch, weshalb nun der Begriff Opinel offiziell für Taschenmesser steht. 2006 erhielten die Opinel Taschenmesser die Auszeichnung als eins von 999 erfolgreichen Designs aller Zeiten. All das und noch vieles mehr kann man seit 1989 im Opinel Museum Le Musée de l'Opinel in Saint-Jean-de-Maurienne oder im 2014 erschienen „Die Opinel Story“ Buch erfahren.

Über Frankreichs Grenzen hinaus

Nach Deutschland und Österreich wurden die Messer erst ein halbes Jahrhundert nach dem Beginn des Exports in die Schweiz und nach Italien ausgeführt. Deshalb sind sie dort weniger bekannt, machen sich jedoch mittlerweile unter Outdoor-Freunden einen großen Namen. 2016 wagte Opinel den Schritt nach Amerika und eröffnete in Chicago die erste internationale Niederlassung.

Seit 1998 wird die Firma, mit Sitz und größtem Produktionsstandort in La Revériaz/Chambéry, von Denis Opinel, einem Urenkel Joseph Opinels, geleitet. Opinel beschäftigt an den beiden Produktionsstätten Cognin und Chambéry rund 100 Mitarbeiter. Dank automatisierter Fertigungsprozesse werden jährlich vier bis fünf Millionen der Klappmesser für den weltweiten Vertrieb hergestellt. Chapeau!

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